Willkommen auf der Website der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Rittersgrün!
- DAS GEISTLICHE WORT -
Ich kann nicht immer daran denken,dass unsere Welt ein Riss zertrenntIch möchte singen mit den Gästenein Lied, das jeder von uns kenntIch kann nicht immer daran denken,wir sitzen auf dem PulverfassIch möchte mich aalen in der Sonneund kichern über einen Spaß.In seinem Lied Ich kann es nicht vergessen singt Gerhard Schöne von einem Zwiespalt, den ich auch von mir selbst kenne. Es gibt so viel Schlechtes in der Welt, aber ich kann mich doch nicht immer damit auseinandersetzen. Manchmal, wenn ich das Gute im Hier und Jetzt genießen möchte, schleicht sich der Gedanke ein: „Nicht allen geht es so gut…!“Im Monatsspruch für Juni heißt es:Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die Misshandelten, weil auch ihr noch im Leibe lebt. Hebräer 13,3Dieses Bibelwort spricht ganz realistisch von unserer Welt. „Ihr seid noch im Leibe“ heißt: Ihr lebt auf dieser Welt mit ihren Schattenseiten. Den Christen damals war Verfolgung und Misshandlung um des Glaubens willen vor Augen.Denkt an die Gefangenen meint hier nicht ein Nicht-Vergessen der Gefangenen. Es geht nicht darum, dass ich mir vergegenwärtige: anderen geht es schlecht. Vielmehr geht es darum, aktiv Sorge zu tragen für Gegangene und Misshandelte. Konkrete Hilfe wird angemahnt. Besucht die Gefangenen, versorgt sie. Ich finde diesen Monatsspruch entlastend und herausfordernd zugleich. Entlastend, weil ich nicht das große Ganze verändern muss. Wir leben in dieser Welt, so wie sie ist. Mit Ungerechtigkeit, Leid, Gewalt, Hunger, Verfolgung…Meine Aufgabe ist nicht, den Hunger, das Elend, die Verfolgung abzuschaffen. Das würde mich überfordern. Meine Aufgabe ist es, dort konkret zu helfen, wo ich helfen kann. Damals wussten die Christen natürlich, wer aus den eigenen Reihen verhaftet worden war. Diese konkreten Menschen sollten sie besuchen und ihnen beistehen mit Wort und Tat.Im Kleinen anzufangen, ist oft besser als den ganz großen Wurf machen zu wollen. Wenn damals ein Christ im Gefängnis besucht wurde, ihm ein Stück Brot mitgebracht wurde, dann hat das weder das Unrecht, welches ihm angetan wurde beendet, noch wurden die großen Verhältnisse verändert. Aber für diesen Betroffenen hat es ganz viel ausgemacht.Herausfordernd ist dieser Monatsspruch für mich, weil ich bessere Möglichkeiten habe, mich zu informieren und zu helfen.Geistliches WortIch kann z.B.: bei Open Doors nachlesen, wo Christen wie verfolgt und unter-drückt werden. Ich kann spenden, beten, Briefe schreiben. Die Karmelmission berichtet am 7. Juni um 17 Uhr in der Landeskirchl. Gemeinschaft Rittersgrün. Was soll ich tun? Und wieviel davon? Damals begann es damit, dass Christen losgegangen sind, um Gefangene zu besuchen. Ein erster Schritt also.Vielleicht hilft mir das auch. Ein erster Schritt. Loslaufen. Nachlesen, überlegen was für mich angemessen ist. Etwas spenden, für jemand konkret beten, etwas tun…Ich glaube, auf dem Losgehen liegt Segen. Und alles Weitere wird sich dann schon finden. Wir müssen ja nicht die Welt retten. Sonden das tun, was wir in diesem Moment tun können. Losgehen.Gottes Segen wünscht Ihnen Ihr Pfarrer Vögler
- DIE KIRCHE -
Die Kirchgemeinde Rittersgrün liegt im oberen Erzgebirge in Grenznähe zu Tschechien. Wer von Oberwiesenthal nach Schwarzenberg fährt, kommt durch Rittersgrün. Es ist ein kleines Bergdorf in landschaftlich wunderschöner Umgebung. Geprägt durch den Bergbau der letzten Jahrhunderte ist der christliche Glaube noch bei vielen Einwohnern eine Lebensgrundlage.Seit 1693 hat Rittersgrün eine eigene Kirche. Die Kirchgemeinde trifft sich wöchentlich zum Gottesdienst und zu verschiedenen Gemeindekreisen. Darüber können Sie sich auf diesen Internetseiten informieren. Zu allen Veranstaltungen sind Sie ganz herzlich eingeladen. Seit 2016 besteht ein Schwesterkirchverhältnis mit der St.-Christophorus-Kirchgemeinde Breitenbrunn. Deren Internetseite erreichen Sie über den Button "Links" unter "Kontakte.
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